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Wo Musik noch Shareware ist

Hier geht's zu Magnatune...

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die internationale Musikindustrie Künstler und Kunden gleichermaßen über den Tisch zu ziehen versucht. Dass es auch anders geht, dass Künstler und Musikfans gleichermaßen zu ihrem Recht kommen können und selbst das Label noch ein Stück vom finanziellen Kuchen abbekommen kann, das beweist John Buckman, Gründer und Inhaber des Musiklabels Magnatune. Auf der gleichnamigen Webseite kann der Musikfan erstmal hören, was er möchte, ohne Zeitlimit und in hervorragender MP3-Qualität. Bezahlt wird nur, was auch gefällt. Festpreise gibt es nicht, nur Preisempfehlungen, und die sind hier tatsächlich völlig unverbindlich.

Bezahlt wird, was gefällt
Künstler wie Britney Spears und 50 Cent findet man auf Buckmans Webseite vergebens. Die sind bei den großen, etablierten Plattenfirmen unter Vertrag, und mit diesen Firmen möchte Labelchef Buckman nichts zu tun haben. Sein Verständnis vom Musikgeschäft ist ein völlig anderes, als es die großen Plattenlabels vorexerzieren. Auch bei Magnatune ist Musik nicht kostenlos. Aber es gibt keine Festpreise wie bei den industriellen 99-Cent-Verkaufsplattformen von iTunes und Konsorten. Bei Magnatune wird nur bezahlt, wenn etwas auch gefällt.

Musik ist Shareware
Ein solches Geschäftsmodell, das Musik als Shareware sieht, verträgt sich nicht mit der Profitorientierung der etablierten Musikindustrie. Auf die ist John Buckman deshalb auch nicht besonders gut zu sprechen. Magnatune sei ein Plattenlabel, erklärt der umtriebige Labelchef. "Aber wir sind nicht böse." Mit der RIAA, dem US-amerikanischen Verband der Musikindustrie, will er nicht in Verbindung gebracht werden. Nicht die Musikpiraten sind seiner Meinung die Feinde der Künstler, sondern die Plattenfirmen selbst, die den vertraglich an sie gebundenen Künstlern pro verkaufter CD zwischen 20 Cent und - wenn's hoch kommt und der Künstler gut im Geschäft ist - einem Dollar zahlen. Musikkopierer bestehlen deshalb auch nicht die Künstler, meint Buckman, sondern die Musikindustrie.

50 Prozent der Einnahmen gehen an die Künstler
Derzeit hat Buckman 106 Künstler unter Vertrag. 193 qualitativ durchweg hochwertige Alben stehen zum Download zur Verfügung, insgesamt die stattliche Anzahl von 2599 Musiktiteln aus den Bereichen Metal & Punk, Rock, Jazz & Blues, Klassik, Weltmusik u.a. Alle Alben können vom ersten bis zum letzten Stück in voller Länge zur Probe gehört werden. Wem ein Album gefällt, der kann es anschließend auch kaufen, Mindestpreis 5 Dollar. Den exakten Preis bestimmt der Kunde selbst. "Der Durchschnitt der Zahlungen liegt bei 8,93 Dollar", hat Buckman ausgerechnet. Davon gehen 50 Prozent an die Künstler - ein Anteil, von dem die Künstler, die bei etablierten Plattenfirmen unter Vertrag gehalten werden, nur träumen könnenů

http://www.magnatune.com/
23.01.2004
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